Nahost

Liveticker Iran-Krieg – CNN: Teheran "buddelt riesige Mengen an Raketen aus der Erde"

Der Nahostkonflikt hat eine neue Stufe der Eskalation erreicht, seit die USA und Israel einen Angriffskrieg gegen Iran begonnen haben. Iran reagiert auf die Angriffe mit Raketenangriffen auf US-Militärbasen in der Region und auf Israel. Wir berichten über die aktuellen Entwicklungen.
Liveticker Iran-Krieg – CNN: Teheran "buddelt riesige Mengen an Raketen aus der Erde"Quelle: Gettyimages.ru © Fatemeh Bahrami/Anadolu via Getty Images
  • 28.05.2026 20:41 Uhr

    20:41 Uhr

    CNN: USA und Iran haben vorläufige Einigung erzielt – aber Trump muss noch zustimmen

    Nach Angaben des US-Senders würde das mögliche Abkommen die Beschränkungen in der Straße von Hormus aufheben und eine 60-tägige Verhandlungsphase über das iranische Atomprogramm einleiten, wie aus informierten Kreisen verlautet sei.

    Laut US-amerikanischen Regierungsvertretern sei zwischen den USA und Iran eine vorläufige Einigung erzielt worden, die Straße von Hormus zu öffnen und Atomgespräche aufzunehmen – auch wenn Präsident Donald Trump diese Abmachungen noch nicht gebilligt habe.

    Auch der im Libanon beheimatete Sender Al Mayadeen bestätigte entsprechende Meldungen, betonte jedoch ebenfalls, dass eine Zustimmung des US-Präsidenten noch ausstehe.

  • 19:07 Uhr

    USA verhängen Sanktionen gegen zwei iranische Fluggesellschaften

    US-Finanzminister Scott Bessent hat angekündigt, dass zwei ("beiden") iranischen Fluggesellschaften der Zugang zu Landeflughäfen, Betankungsmöglichkeiten und dem Ticketverkauf untersagt wird.

    In einem am Donnerstag veröffentlichten Beitrag auf X erklärte Bessent zudem, dass "die iranische Wirtschaft und Währung im freien Fall sind", während die USA ihre Blockade der iranischen Häfen entlang der Straße von Hormus weiter durchsetzen.

    "Ihre Truppen werden nicht bezahlt, die Polizei erscheint nicht zum Dienst, und die Insel Kharg ist lahmgelegt," schrieb er. 

    Die iranische Behörde für die Meerenge am Persischen Golf (PGSA) sei ein Witz, das US-Finanzministerium habe sie am Donnerstag ebenfalls mit Sanktionen belegt. Unternehmen und staatliche Stellen wurden davor gewarnt, Mautgebühren zu zahlen oder diese als Hilfsgelder zu tarnen.

    Nur ein "zufriedenstellendes Verhandlungsergebnis" werde "diese Abwärtsspirale" beenden, so Bessent.

  • 18:27 Uhr

    CNN: Iran "buddelt riesige Mengen an Raketen aus der Erde"

    Der US-Nachrichtensender CNN behauptet in einem Exklusivbericht am Donnerstag, dass in Iran buchtsäblich "aus der Erde" eine große Anzahl von Raketen "aufgetaucht" sind.

    Neue, von CNN analysierte Satellitenbilder zeigten, dass Iran "wieder Zugang zu riesigen Mengen an Raketen, die in unterirdischen Anlagen gelagert sind" hat. Dies lasse, so der Bericht, Zweifel an den Behauptungen von US-Präsident Donald Trump aufkommen, er habe das Arsenal Teherans "so gut wie ausgelöscht".

    Während des Krieges hatten israelisch-US-amerikanische Angriffe viele der unterirdischen Anlagen, die der Aufbewahrung des iranischen Arsenals dienen, außer Gefecht gesetzt, indem sie deren Zugänge blockierten, einen Großteil der iranischen Abschussrampen einschlossen und die Fähigkeit des Landes, Raketen abzufeuern, erheblich einschränkten.

    Inzwischen habe Iran "allein mit Bulldozern und Muldenkippern" die Auswirkungen der US-Strategie rückgängig gemacht, für die eine enorme Feuerkraft der Israelis und US-Amerikaner aufgewendet wurde, so das Ergebnis der CNN-Analyse.

  • 17:24 Uhr

    Axios: USA planen, Seeblockade gegen Iran schrittweise aufzuheben

    Der Entwurf eines künftigen Friedensabkommens zwischen den USA und Iran verpflichtet Teheran, innerhalb von 30 Tagen alle Minen aus der Straße von Hormus zu räumen, im Gegenzug wird Washington die Seeblockade schrittweise aufheben. Das behauptet das US-Nachrichtenportal Axios am Donnerstag unter Berufung auf namentlich nicht genannte US-Beamte.

    Nach Angaben der Publikation soll die Schifffahrt durch die Meerenge im Falle einer endgültigen Billigung des Vertragsentwurfs durch Präsident Donald Trump "ohne Einschränkungen" erfolgen. Laut den Quellen des Portals bedeutet dies, dass keine Gebühren für die Durchfahrt von Schiffen erhoben werden und Teheran verpflichtet ist, alle Minen innerhalb eines Monats aus der Meerenge zu entfernen.

    Laut Axios werden die USA als Reaktion darauf damit beginnen, die Seeblockade gegen Iran aufzuheben, wobei dies in einem Tempo geschehen soll, das "der Wiederaufnahme des kommerziellen Schiffsverkehrs entspricht".

  • 17:04 Uhr

    Mearsheimer: "Die USA haben diesen Krieg verloren"

    Bei den Munk Debates, Kanadas renommierter Debattenreihe zu globalen Themen, hat der US-amerikanische Politikwissenschaftler John Mearsheimer klare Worte über den völkerrechtswidrigen Angriffskrieg der USA und Israels gegen Iran gefunden, als er sagte, dass "die Vereinigten Staaten diesen Krieg verloren haben".

    Ferner argumentierte Mearsheimer, dass "Iran sich letztendlich als die katastrophalste außenpolitische Entscheidung in der Militärgeschichte der USA erweisen wird".

    Ex-US-Vizeaußenministerin Victoria Nuland stellte sich zwar beim Thema Iran-Krieg weniger als Hardlinerin dar als im Konflikt mit Russland, bestärkte aber letztendlich das universelle Motto der parteiübergreifenden US-Außenpolitik. Sie sagte, dass "Iran niemals Atomwaffen besitzen darf, und unter den Mullahs und der Islamischen Revolutionsgarde ein inakzeptables Risiko für die Region, für die Freiheit der Schifffahrt, für die USA, für Kanada sowie für den weltweiten Frieden und die Sicherheit darstellt".

    "Wir befinden uns in einem verlorenen Krieg. Und letzten Endes haben wir den Iranern mehr Anreize denn je gegeben, Atomwaffen zu erwerben", schlussfolgerte hingegen der Politologe.

    Das Thema lautete: "Be it resolved, don't go hunting monsters" ("Das muss geklärt werden: Geht nicht auf Monsterjagd"). Dies bezog sich auf ein berühmtes Zitat des US-Präsidenten John Quincy Adams aus dem Jahr 1821 zur US-Außenpolitik und -Intervention.

  • 17:00 Uhr

    US-Senator: Trump begeht einen Fehler nach dem anderen

    Die Drohung von US-Präsident Donald Trump, Oman "in die Luft zu jagen", sei "nur ein weiteres Zeichen dafür, warum dieser Krieg aus dem Ruder gelaufen ist", schrieb Senator Chris Murphy (Demokraten) aus Connecticut am Donnerstag auf X. Das Weiße Haus befinde sich in einem Zustand permanenter Panik und machte "einen Fehler nach dem anderen".

    Trump hatte am Mittwoch im öffentlichen Teil einer Kabinettssitzung Folgendes gesagt:

    "Entweder verhält sich Oman wie alle anderen auch, oder wir müssen sie in die Luft jagen. Das ist ihnen klar."

  • 16:10 Uhr

    Chamenei: USA und Israel wollen Iran in die Knie zwingen

    Der iranische Oberste Führer Modschtaba Chamenei betonte in seiner neuen Botschaft zum Jahrestag der Eröffnung des iranischen Parlaments, dass die Einheit der Nation der wichtigste Faktor für die Niederlage der Feinde (USA und Israel) sei.

    Er hat den Vereinigten Staaten und Israel vorgeworfen, die Islamische Republik niederringen zu wollen. "Der blinde Plan des Feindes besteht darin, nach dem aufgezwungenen Krieg, dem wirtschaftlichen Druck und der politischen und propagandistischen Belagerung Spaltungen und Zerfall zu schüren, um militärische Niederlagen auszugleichen und die Nation in die Knie zu zwingen", erklärte Irans Führer Chamenei in einer am Donnerstag im Staatsfernsehen verlesenen schriftlichen Botschaft. 

    In seiner Botschaft rief er die Iraner zudem zu Einheit und Zusammenhalt auf. Chamenei hatte die Nachfolge seines Vaters Ali Chamenei angetreten, der am 28. Februar, dem ersten Tag der Angriffe der Vereinigten Staaten und Israels auf Iran, ermordet worden war. Teheran reagierte darauf mit Vergeltungsangriffen in der gesamten Region.

    Der junge Chamenei wurde bei den Angriffen nach iranischen Angaben selbst verletzt und trat seitdem nicht mehr öffentlich auf.

  • 15:15 Uhr

    Russland mahnt USA und Iran zur Deeskalation

    Die Sprecherin des russischen Außenministeriums Maria Sacharowa hat die USA und Iran aufgefordert, den Dialog fortzusetzen und eine Rückkehr zum Krieg zu vermeiden.

    Sacharowa erklärte zudem, Russland sei weiterhin bereit, beim Abtransport angereicherten Urans aus Iran zu helfen. Moskau wolle seine Initiative jedoch "niemandem aufzwingen".

    US-Präsident Donald Trump betonte unterdessen, die Vereinigten Staaten würden nicht zulassen, dass Iran seinen Bestand an hoch angereichertem Uran behält.

    Der Umgang mit den geschätzt 440 Kilogramm auf 60 Prozent angereicherten Urans gilt derzeit als einer der zentralen Streitpunkte in den laufenden Verhandlungen über ein mögliches Friedensabkommen.

  • 14:50 Uhr

    Trump drängt Golfstaaten zu Israel-Deal

    US-Präsident Donald Trump drängt laut einem Bericht der New York Times auf eine Ausweitung der Abraham-Abkommen im Zuge möglicher Verhandlungen mit Iran. Demnach fordert Trump, dass Saudi-Arabien und Katar ihre Beziehungen zu Israel normalisieren und den Abkommen beitreten.

    Zugleich verschärfte Trump zuletzt den Ton gegenüber regionalen Verbündeten: Im Streit um die Kontrolle der Straße von Hormus drohte er Oman offen und erklärte, die Golfstaaten "schuldeten" den USA ihre Unterstützung.

    Kritiker werfen Trump vor, die Verantwortung für die eskalierende Lage zunehmend auf die Staaten der Golfregion abzuwälzen, während die Gespräche mit Iran weiter stocken.

    Der Nahostexperte Vali Nasr schlussfolgert zu Trumps neuer Position, die Drohung gegen Oman sowie die Forderung an Saudi-Arabien und Katar, den Abraham-Abkommen beizutreten, deuteten darauf hin, dass Trump im Konflikt mit Iran zunehmend die Kontrolle verliere. Statt selbst Verantwortung zu übernehmen, versuche er nun, den Druck auf die Verbündeten am Golf abzuwälzen.

    Threatening to blow up Oman and saying Saudi Arabia and Qatar owe it to the U.S. to join Abraham Accords—for ending a war that he started and failed to defend them against, and may not sign an agreement with Iran unless they join—indicate he feels he is for losing control with Iran. His answer is to crudely pass responsibility to Gulf allies.

    - Vali Nasr

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  • 14:20 Uhr

    Israels Militär bombardiert Beirut

    Das israelische Militär hat eigenen Angaben zufolge einen Luftangriff auf die libanesische Hauptstadt Beirut durchgeführt. Berichten zufolge traf der Angriff ein Wohngebäude in der Nähe des Stadtteils Choueifat. Bilder zeigten dichten Rauch über dem Gebiet.

    Israelische Medien berichteten, Ziel des Angriffs sei der Leiter einer Hisbollah-Raketeneinheit, Ali al-Husseini, gewesen. Es war der erste Angriff auf die südlichen Vororte Beiruts, bekannt als Dahieh, seit dem 6. Mai.

    Die israelische Armee hat eigenen Angaben zufolge in den vergangenen 24 Stunden 135 Ziele der Hisbollah bei intensiven Luftangriffen im Süden des Libanon attackiert.

    Darunter seien etwa zehn "Raketenabschussanlagen" gewesen, die laut Militär von der Hisbollah für Angriffe auf Israel genutzt worden seien. Diese Ziele seien in den Regionen Bekaa und Südlibanon getroffen worden. Zudem sei ein Ausbildungslager angegriffen worden.

    In einer weiteren Mitteilung erklärte das Militär, auch 15 Infrastrukturziele in der Stadt Tyros getroffen zu haben. Außerdem sei eine "terroristische Zelle" ausgeschaltet worden, während deren Mitglieder ein Startgelände verließen, das der Hisbollah zugeschrieben werde.

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