
Region Krasnojarsk: Schülerin greift Lehrerin am ersten Schultag mit Messer an
Am Dienstagmorgen hat eine Schülerin eine Lehrerin während der Feierlichkeiten anlässlich des neuen Schuljahres mit einem Messer angegriffen, wie das lokale Nachrichtenportal NGS24 mitteilte. Der Vorfall ereignete sich in der Schule Nr. 2 in der Stadt Kansk in der russischen Region Krasnojarsk.
Das Interregionale Zentrum für Kinderrechte berichtete im sozialen Netzwerk Vkontakte, dass eine Siebtklässlerin eine Physiklehrerin mit Pfefferspray besprüht habe. Danach habe das Mädchen versucht, die Lehrerin mit einem Messer anzugreifen. Die Mutter einer der Schüler habe den Angriff jedoch verhindert und das Mädchen aus dem Klassenzimmer gedrängt. Augenzeugen zufolge versuchte die Schülerin anschließend, einen Molotowcocktail zu werfen.
Der Telegram-Kanal Baza berichtete unter Berufung auf Augenzeugen über weitere Details zum Vorfall. Wie es heißt, habe sich das Mädchen vor dem Angriff seltsam verhalten – "ihre Pupillen waren geweitet, sie war nervös". Die Schülerin sei zur festlichen Schulversammlung am Morgen gekommen und habe etwa zwei Stunden in der Schule verbracht. Vor dem Unterricht habe sie sich in der Toilette eingeschlossen. Nach zehn Minuten sei sie bereits bewaffnet ins Klassenzimmer zurückgekehrt und habe die Lehrerin angegriffen.

Augenzeugen berichteten weiter, dass die Kinder trotz der Metalldetektoren am Schuleingang nicht kontrolliert worden seien. Laut Mitschülern habe die Angreiferin zuvor keine ernsthaften Probleme in der Schule gehabt – sie sei lediglich wegen ihres Aussehens ermahnt und gebeten worden, sich dezenter zu kleiden und zu schminken.
Der Pressedienst des Gesundheitsministeriums der Region Krasnojarsk teilte NGS24 mit, dass sieben Personen durch den Einsatz von Pfefferspray verletzt worden seien. "Insgesamt sieben Verletzte wurden mit dem Krankenwagen in das regionale Krankenhaus in Kansk gebracht. Unter ihnen waren zwei Erwachsene und fünf Kinder. Die Verletzten wurden untersucht, erhielten die notwendige medizinische Versorgung und werden ambulant behandelt", so der Pressedienst.
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